Radreise Mailand-Nizza (Provence) Aug.2003

     
Sonntag, 24.08.03 Bergamo(Italien)-Mailand- Valerese 100km
Montag, 25.08.03 Valerese- Turin 110km
Dienstag, 26.08.03 Turin- Susa- Onx 75km
Mittwoch,27.08.03 Onx-Briancon (Frankreich) 40km
Donnerstag, 28.08.03 Briancon (1400m)- Col de Galieber(2646m)-Col de Telegraph(1613m)-Saint Juaint 85km
Freitag, 29.08.03 Saint Juaint-Grenoble 125km
Samstag, 30.08.03 Grenoble- LaMure-Col du Festre(940m)-Montmaur 105km
Sonntag, 31.08.03 Montmaur- Monetier-Allemont(560m)-Sisteron-Mountier 105km
Montag,01.09.03 Mountier- Moustier-Sainte-Marie-Gorges du Verdon- Comps-sur Artuby 105km
Dienstag, 02.09.03 Compus-sur Artuby- Antibes 105km
     
     
     
     
     

 

 

Sonntag der 24.08.03 Tageskilometer: 110km

Gegen 5.30Uhr treffen Johannes und ich uns am Flughafen in Köln/Bonn wo wir unsere Fahrräder in die mitgebrachten Kartons verpacken. Anschliessend checken wir ein und geniessene eine Tasse Kaffee in der Flughafen Halle. Gegen 6.30Uhr starten unserer Flieger in Richtung Mailand. Das Wetter ist sehr klar und wir haben einen super Ausblick uf die Alpen. Gegen 8.00Uhr landen wir in Bergamont/Mailand wo wir nch der Ankunft mit dem Auspacken und Montage der Räder beginnen. Gegen 10Uhr sind wir dann endlich einsatzbereit und verlassen das Flughafengebaüde. Bergomont liegt etwa 50km östlich von Mailand. Nach einigem herumirren und verfahren treffen wir auf einen ca.60Jahre alten Rennradfahrer der uns bereitwillig die Strecke Richtung Mailand erklärt. Da unsere Italiänischkenntnisse aber leider nicht so gut sind haben wir extreme Verständnisprobleme. Daher übernimmt der Rennradfahrer kurzerhand die Führung unserer Gruppe und begleitet uns ein Stück. Nachdem wir auf dem richtigen Weg sind, verlässt er uns. Das Wetter ist heiss und der Himmel ist komplett wolkenfrei. Leider haben alle Geschäfte und Tankstellen geschlossen und wir haben keine Möglichkeit unsere Wasservorräte aufzufüllen. Zum Glück kommen wir an einem kleinen Kiosk vorbei, wo man uns etwas Lietungswasser gibt. Die Strecke nach Mailand führt durch eine sehr flache und Landwirtschaftlich stark genutzte Ebene. Nach knapp 50km, kommen wir auf eine vierspurige Straße die bis in das Zentrum Mailands führt. Schnell finden wir den koloßallen Mailänder Bahnhof wo wir erschöpft bei Mc Donalds einfallen und ca 1,5Liter Cola trinken. Anschliessend legen uns in den Schatten eines großen Bäumes und geniessen die Siesta.

Gegen 15Uhr kommt Anna unsere dritte Mitreisende an. Nachdem wir weitere kalte Colas und Snacks bei Mc Donalds eingenommen haben, brechen wir in Richtung Valloire auf. Der Weg aus Mailand zieht sich extrem in die länge. Der Verkehr und der mit ihm verbundene Lärm und Schmutz ist fast unerträglich. Wir kommen an einer großen Metrofiliale vorbei wo ich jedoch vergebens nach einer Gaskartusche suche. Die weitere Strecken nach Valloire ist landschaftlich nicht sehr abwechslungsreich aber dafür ist die Straße super ausgebaut und lädt zum Kilometerfressen ein. Es ist noch sehr heiss und wir machen mehrere Getränkestops um unsere Wasservorräte aufzufüllen.

Gegen 18Uhr kommen wir dann in Valloire an wo in einer Pizzeria einkehren. Kurz nach unserer Ankunft füllt sich das Restaurant mit Einheimischen Gästen. Wir geniessen die erste Pizza in Iatalien und erfreuen uns an der isotonischen Wirkung des Italiänischen Bieres!! Da wir keinen Ausblick auf einen Campingplatz haben nutzen wir die Sanitärenanlagen des Restaurants um uns zu waschen. Nach dem Essen kaufen wir uns noch etwas Bier und brechen auf um uns ein Nachtlager zu suchen.

Der Wind nimmt stark zu und ein Gewitter seht bevor. Im schneller rasen wir entlang der Landstraße auf der Suche nach einer geeigneten Wiese. Die ersten Blitze sind am Horizont zu sehen. An einem Waldweg biegen wir ab und bauen in Rekordzeit unsere Zelte auf. In den letzten Sekunden bricht ein starker Platzregen aus, begleitet von heftigen Donnerschlägen. Wir verkriechen uns in die Zelte und schlafen trotz des starken Unwetters sehr schnell ein.

Montag, der 25.08.03 Tageskilometer:110km

Gegen 6Uhr wache ich auf und betrachte die Nebelschwaden auf der Wiese. Alles um uns herum ist nass von dem nächtlichen Regen. Wir packen unsere nassen Zelte ein und fahren weiter. Die Morgenluft ist wunderbar frisch und kühl. Nach ca.10km kommen wir an einem kleinen Dörfchen vorbei wo wir uns bei einem Bäcker mit Frühstück eindecken. Auf einem angrentztenden Marktplatz frühstücken wir in aller Ruhe und plannen unsere weitere Route nach Casale. Gegen 10Uhr machen wir uns auf den Weg, die Strecke ist extrem flach und führt uns durch eine stark agrarwirtschafrlich dominierte Region. Die Strecke lädt daher ein zum schnellen fahren, abwechselnd fahren wir im Windschatten des Vordermannes. Die hohen Temperaturen und das schnelle fahren sind sehr anstrengent und wir sehnen uns nach einer Pause.

Nach ca.85km erreichen wir Cassagne und machen halt an einem großen Supermarkt wo wir unsere Zelze zum trockenen auslegen. Nach einem ausgiebigen Mittagessen(Müsli, Brot, Bannanen, Snickers, Cola, Milch) legen wir uns für eine Stunde unter einen Baum und machen Siesta. Trotz der Pause sind wir sehr erschöpft.

Gegen 16.30Uhr machen wir uns auf den Weg nach Tourin um die letzten 25km hinter uns zu bringen. Die letzten Kilometer fahren wir auf einer Art Autobahn um möglichst schenll in das Zentrum zu kommen. Im Zentrum beginnt die Suche nch dem einzigsten Campingplatz der Stadt. Nach ca.1,5std. Suchen werden wir dann endlich in die richtige Richtung geschickt. Unser Weg führt uns quasi surch die halbe Stadt bis wir endlich ein Schild finden. Leider liegt der Campingplatz auf einer Anhöhe und die Straße steigt mit ca12% an.

Total erschöpft erreichen wir den Platz wo uns eine alte Dame empfängt. Total verschwitzt und erschöpft bauen wir unsere Zelte auf und holen uns ersteinmal ein eiskaltes Bier. Nach einer kalten Dusche gehen wir in das Campingplatzeigene Restaurant wo wir leckere Nudeln essen und dazu eine Flasche Weisswein geniessen. Danach fallen wir erschöpft in unsere Zelte.

Dienstag, der 26.08.03 Tageskilometer:75km

Gegen 8Uhr stehen wir auf und holen uns frische Brötchen. Die Sonne scheint und es ist schon sehr warm. Wir geniessen die einmalige Sicht vom Campingplatz aud das darunterliegende Tourin. Wir entschliessen uns in Richtung Briancon zu fahren.Die Abfahrt vom Campingplatz macht viel Spass und wir freuen uns auf die heutige Etappe. Leider schmerzt mein linkes Knie und ich befürchte schlimmes für die bevorstehende Alpenüberqwerung. Die nächsten 10km kämpfen wir uns durch das Zentrum von Tourin. Die vielen Ampeln in der Stadt sorgen für ein langsames Vorankommen.

Langsam kommen wir aus der Stadt herraus und der störende Autoverkehr wird weniger. Unser Weg führt uns in Richtung Tusa, die Landschaft wird abwechslungsreicher da wir schon die ersten Ausläufer der Alpen sehen. Die Sonne brennt und es weht keinerlei Wind. Nach ca.55km erreichen wir Susa und lassen uns in einem kleinen Stadtpark nieder. Unter den Schattenspendenden Bäumen sitzen viele Schüler die ihr Mittagessen verzehren. Wir decken uns mit Pizza und kalter Cola ein und geniessen die Siesta. Ich nutze die Zeit um mein Knie mit schmerzstillender Salbe zu behandeln. Nach einigem herumfragen erfahren wir das der nächstgelegene Campingplatz in dem 20km entfernten Ort, Onx sei.

Die Straße Richtung Onx steigt rapide an und wir kämpfen uns nach oben. Die Sonne brennt von oben und wir schwitzen sehr stark. Belohnt werden wir durch sehr schöne Ausblicke auf das unter uns liegende Susa. Die folgenden 20km gehen eigentlich stetig berauf und lang Streckenteile führen durch Tunnel. Trotzdem geniessen wir es endlich in den Bergen zu sein und nicht nur durch eine Ebene fahren zu müssen. Für die knapp 20km brauchen wir über 3std.Das letzte Stück ist jedoch eine wunderschöne und rasante Abfahrt nach Susa die wir in vollsten Zügen geniessen.

Erschöpft erreichen wir den Campingplatz wo wir unsere Zelte errichten und die luxeriösen Duschen nutzen. Da der Campingplatzsupermarkt leider nur sehr wenig Lebensmittel zu bieten hat, fahren Johannes und ich noch schnell in Richtung Onx-Zentrum. Leider sind unsere Beine aber dermaßen ermüdet, so dass die kurze Strecke zu einer Qual wird. Im Einkaufszentrum bleiben uns gerade mal 5min. bevor dieses schliesst, schnell greifen wir uns noch einen Trinkjoghurt und ein Mars. Danch fahre ich zurück zum Platz. Nach ca.30min kommt Johannes zurück mit drei Pizzen die wir in windeseile verspeisen. Anschliessen gehen wir zur Bar und trinken noch einige kalte Biere und reflektieren noch ein bisschen über die bisher erlebten Dinge.

Mittwoch, der 27.08.03 Tageskilometer 40km

Um 8Uhr werden wir durch die ersten Sonnenstrahlen geweckt. Wir klettern aus unseren Zelten und geniessen das wunderschöne Bergpanorama. Nach einem gemütlichen und ausgiebigen Frühstück in der morgentlichen Sonne, bauen wir unsere Zelte ab. Gegen 10Uhr verlassen wir den Platz und die sonne brennt mit einer sehr hohen Intensität auf uns nieder. Wir fahren die Hauptstrasse entlang bis wir durch das schöne Zentrum von Ounx kommen. Hinter dem Dorfzentrum steigt die Strasse mit ca. 6-8% Steigung an und wir gewinnen schnell an Höhe. Die Landcshaft wird immer hochalpiner.

Wir erreichen die Grenze Frankreichs, was wir natürlich sofort für einen kurzen Fotostop nutzen. Anschliessend geht es weiter hoch nach Montegro. Montegro liegt auf einer Höhe von etwa 1800m/NN und es scheint ein sehr bedeutender Wintersportort zu sein, da wir an einigen großen Liftanlagen vorbeifahren. Geschaft machen wir halt in einer kleinen Bar und ich trinke ein kühles Heiniken und esse ein großes Eis. Nach der ausgedehnten Mittagspause geht es dann auf einer sehr schnellen Abfahrt fast 10km hinunter. Leider wird unsere schöne Abfahrt jedoch durch regelmäßige Baustellenampeln unterbrochen aber wir nutzen die Zeit um einige Bilder zu machen. Wir geniessen den Ausblick auf Briancon, welches die höchste Stadt Europas ist. Der alte Stadtkern ist auf einer Berganhöhe gebaut.

Im Touristenzentrum des alten Stadtkerns von Briancon erfragen wir die Lage der Campingplätze der Stadt. In kurzer Zeit finden wir einen schönen schattigen Platz und bauen unsere Zelte auf. Anschliessend gehen wir zum Swimmingpool und lassen uns auf den gemütlichen Liegen nieder. Vom Pool aus hat man einen hervorragenden Blick auf die imposanten Gebirgsmassive. Entspannt geniessen wir große Mengen Cola, Fanta und Eis und haben Zeit uns auf die anstehende Alpenüberquerung vorzubereiten.

Nach knapp 3std,. am Pool melden sich unsere Mägen und wir fahren zum 500m entfernten Champion Supermarkt wo wir endlich eine Gaskartusche bekommen. Am Campingplatz kochen wir uns eine riesige Portion Nudeln und trinken noch einige Dosen kaltes Bier. Gegen 22Uhr fallen wir kaputt in unsere Zelte.

Donnerstag, der 28.08.03 Tageskilometer 85km

Gegen 6.30Uhr stehen wir auf und sind dermaßen durchgefroren von einer kalten Nacht. Nach einem schnellen aber nährstoffreichen Frühstück brechen wir auf und verlassen den Platz. Unser Weg führt uns zurück zu dem alten Stadtzentrum von Briancon, leider müssen wir eine starke Steigung von fast 13% überwinden die uns große Kräfte kostet. Erschwert wird unser Anstieg durch die starken Autoabgase die das Atmen schwer machen. Vom alten Stadtkern aus geht es dann in Richtung des Col de Lauteret.

Die ersten 20km der Stecke verläufen durch ein relativ flaches Tal, das Wetter ist jedoch sehr kühl und regnerisch, wodurch wir nur sehr langsam vorankommen. Unsere Laune wird jedoch aufgemuntert von den vielen Rennradfahrern die uns nett grüßen. Vor dem eigentlichen Passanstieg durchfahren wir noch ein kleines Bergdorf in denen viele Rennradfahrer ihre Tour beginnen. Hinter dem Dorf beginnt dann der eigentliche Passanstieg. Der Anstieg zum Col de Lautaret ist mit knapp 8% Steigung relativ moderat aber aufgrund unseres hohen Gepäcks steigt mein Tacho nicht über die 8Km/h Grenze. Der Anstieg bietet uns wunderschöne Ausblicke auf die Hochalpinengipfel und die Kargletscher. Nach ca. 15km erreichen wir erschöpft die Passhöhe, welche auf einer Höhe von 2000m über NN liegt. An einem Brunnen machen wir halt und geniessen das eiskalte Gebirgswasser. Zwei Italiänische Rennradfahrer sind total begeistert von unseren schwer beladenen Rädern und bieten uns an, zum Vergleich ihre knapp 8Kilo schweren High-Tech Rennräder zu probieren.Nach diesem lustigen Gewichtsvergleich verziehen wir uns in ein Kaffee um noch eine kalte Cola zu trinken bevor wir auf den Col de Galiber fahren.

Die Passstraße wird sehr eng und es herrscht so gut wie kein Verkehr. Es beiten sich uns fantastische Ausblicke auf die Gletscherfront. Für die knapp 8Kilometer brauchen wir fast 2Std .aber durch die imposante Landschaft vergessen wir die Langsamkeit und Anstrengung unseres Anstieges. Total erschöpft aber super happy erreichen wir die Passhöhe des Col de Galibers(2680m/über NN). Eine große Gruppe Holländischer Rennradfahrer applaudiert als wir mit unsern "Lastzügen" die Anhöhe erreichen. Leider sind auch viele Autofahrer hier oben, welche sich stolz vor dem Passschild fotografieren lassen. Als Radfahrer fällt einem zu dieser Meisterleistung leider nur ein müdes Lächeln ein. Aber wir lassen unsere Stimmung nicht von diesen Helden der Straße zerstören, sondern geniessen den einmlaigen Blick auf das ausgedehnte Gebirge. Wir erspähen zwei Radreisende (An den bunten Ortliebtaschen zu erkennen!) die sich gerade auf der anderen Seite des Passes nach oben kämpfen. Nachdem auch sie die Passhöhe erreicht haben nutzen wir die Zeit für einen kleinen Erfahrungsaustausch. Wir erfahren, dass uns eine kmapp 20km lange Abfahrt erwartet.

Wir ziehen unsere Windjacken und HElme an und brausen los. Die Nordseite des Col de Galibies ist durch eine sehr schroffe Landschaft charakterisiert. Wir geben ordentlich Gas und mein Tacho zeigt beachtliche 65km/h (Meine Rekordmarke von 85km/h am San Bernadino konnte ich leider nicht brechen!). Mit sinkender Höhe wird die Vegetation wieder grüner und schnell erreichen wir die Nadelbaumgrenze. Unser Weg führt uns durch Vallentino, ein häßlicher Wintersportort in dem gerade eine große Autoshow stattfindet. Hinter dem Ort steigt die Starsse nochmal etwas an und führt durch den Wald zum kleinen Col de Telegraph (1500m/NN).

Die nächsten 20km werden von einer wunderschönen im Wald liegenden Abfahrt beherrscht. Die schönen Serpentinen laden zu einem rasanten Fahrstill ein und wir haben viel Spass. Am Fuße der Abfahrt liegt das Dorf San Maurino wo wir einen Supermarkt aufsuchen und uns die wichtigsten Dinge für den Abend zu besorgen. Danach fahren wir zum Campingplatz, sind jedoch total schockiert über den Zustand des Platzes. Die Duschen sind in Bauconatinern untergebracht und der Untergrund besteht aus wiederstandsfähigem Schotter. Wir entscheiden uns weiter zu fahren, weil wir etwas mehr komfort suchen nach einer solchen Etappe.Die letzten 15km nach San Juan fliegen nur so an uns vorbei. Bei einer Durchschnittsgesch. von 40km/h ist die Strecke in knapp 25min. abgehändelt. In San Jaun errichen wir schnell den Campingplatz wo wir noch kurz vor einbruch der Dunkelheit unsere Zelte aufschlagen. Nach einer ausgedehneten Duschsession kochen wir uns eine Mamutportion Spaghetti Bolognese.

Anschliessend gehen wir noch zur Bar und trinken ein paar kühle Biere. Der Barmann erzählt uns, dass ein schweres Unwetter für die kommende Nacht vorrausgesagt ist. Gerade nachdem wir in unsere Zelte verschwinden wollen, beginnt es zu stürmen und zu regnen, daher sichern wir unsere Zelte zusätzlich ab. Durch die hohe Anstrengung bemerke ich aber nicht mehr viel von dem heftigen Sturm und schlafe schnell ein.

Freitag 29.09.03 Tageskilometer 125km

Am nächsten Morgen erwachen wir gegen 8Uhr und bertrachten das Unheil, dass der Sturm angerichtet hat. Unser Frühstück wird von einem extrem grauen und bedrohlich aussehenden Himmel begleitet. Da keine Wetterbesserung in Aussicht steht packen wir unsere nassen Zelte ein und machen uns auf den weg in Richtung Grenoble. Es ist extrem frisch daher ziehen wir unsere Pullover und Windjacken an. Die Strecke führt durch die breiter werdenden Trogtäler und wir kommen mit durchschnittlich 25km/h super vorran.

Doch plötzlich fängt es an zu regnen an und wir sind gezwungen unsere Regenhosen überzuziehen. Es regnet wie aus Eimern auf uns runter, daher erhöht sich unser Tempo auf knapp 40km/h. Abwechselnd fahren wir im Windschatten des Verdermannes um dem starken Gegenwind zu endkommen. Schnurrgerarde verläiuft die Strecke entlang eines Flusses, leider sind wir aber nicht in der Lage die schöne Landschaft zu geniessen, da es zu stark regnet. Langsam steigt der Wasserspiegel in meinen Schuhen (Überschuhe sind schon eine schöne Erfindung, die ich bei nächsten Tour 100% dabei haben werde!!). Komplett durchnässt und erschöpft erreichen wir Monteville wo wir auf einem verlassenen Campingplatz haltmachen und kostenfrei 30min. lang die warmen Duschen geniessen.

Anschliessend fahren wir hoch in das Stadtzentrum wo wir in einer Pferdewettbar einen großen, starken Cafe trinken. Da der Regen zu unserem bedauern leider nicht weniger wird, sind wir gezwungen weiter zu fahren. Nach knapp einer Stunde klart der Himmel auf und der Regen lässt nach. Die Strecke nach Grenoble entfernt sich immer weiter von den hochalpen die immer kleiner werden. Die Täler werden allmählich immer breiter und die Strasse ist in einem super Zustand und wir kommen gut vorran. Die letzten 20km nach Grenoble ziehen sich dann jedoch gewaltig und wir merken, dass die lange Regenfahrt uns sehr erschöpft hat.

Endlich erreichen wir dann das Zentrum von Grenoble, wo wir an einer Tankstelle noch schnell ein paar Snickers tanken um der Unterzuckerung gegenzuwirken. Auf der Citytangente geht es dann in das Zentrum, wo wir in einer Polizeistation nach der Lage eines Campingplatzes fragen. Man schickt uns in ein weit östlich gelegenes Viertel. Dort angekommen erfahren wir jedoch, dass es hier keinen Platz geben würde Man schickt uns in ein anderen Stadtteil....

Nach über einer Stunde Sucherei erreichen wir dann endlich den Platz und errichten schnell unsere Zelte. Nach einer sehr ausgedehnten heissen Dusche machen wir uns auf die Nahrungssuche, da es uns heute nicht nach Kochen ist. Nahe eines Einkaufszentrums finden wir einen kleinen Imbiss der aber nicht unseren Radlermägen ensspricht. Leider fängt es zur gleichen Zeit wieder gewaltig an zu regnen, so dass wir ersteinmal warten müssen. Bei der nächsten kurzen Regenpause brausen wir los und finden nach einigem Suchen eine kleine nett ausehende Pizzeria wo noch gutes altes Slow-Food serviert wirs. Leider ist der Laden dermaßen überfüllt, sodass wir nur noch ein Plätzchen unter dem Regenvordach ergattern können (Aber nach einer solchen Etappe ist man nicht mehr sonderlich ansspruchsvoll!)

Wir geniessen die großen und sehr leckeren Pizzen und trinken einen halben Liter Weisswein, welcher schnell seine Wirkung vollbringt. Leicht angetrunken und totall erschöpft schaffen wir es gerade noch die Bezahlprozedur mit dem Kellner abzuwickeln und anschliessend sausen wir schnell in Richtung Istomatte...

Samstag 30.09.03 Tageskilometer 105km

Am nächsten Morgen haben wir wieder das Vergnügen unsere komplett nassen Zelte einzupacken. Leider sind unsere Handtücher auch so dermaßen nass, dass an eine morgentliche Dusche leider auch nicht zu denken ist. Das Frühstück nehmen wir in der Campingplatzbar zu uns. Die Dauercamper sind hier schon fleißig beim Rotwein trinken. Wir entschliessen uns heute bis in das etwa 100km entfernte Montemir zu fahren.

Nach ca. 10km schaffen wir es dann endlich Grenoble hinter uns zu lassen. Eine Strasse die durch einen Wald führt geht es steil bergauf zum Glück scheint aber die Sonne und die Stimmung in der Gruppe wird deutlich besser. Wir gewinnen gut an Höhe und haben einen super Blick auf das unter uns liegende Grenoble. Anschliessend geht es weiter steil bergauf und erschöpft erreichen wir Vizil, wo wir noch eineige Sachen in einem kleinen Supermarkt einkaufen. Die Strasse folgt nun für 22km dem Drag-Fluss. Stetig steigt die Stasse an und das vorrankommen ist sehr anstrengent, belohnt werden wir jedoch durch wunderschöne Ausblicke auf den Drac-Stausee. Total erschöpft von der Steigung und den heissen Temperaturen erreichen wir den Ort "La MAre".

In einem kleinen Supermarkt erwerben wir unmengen von kalten Getränken und Snickers. Die Frau im Supermarkt belustigt sich über unsere Einkaufswahl. Nach einer ausgedehneten Mittagspause geht es dann weiter.

Wir kommen in ein breites Tal in dem es abwechselnd bergauf und bergab geht. Die schönen und sehr schnellen Abfahrten führen durch sehr schöne Wälder und nette kleine Orte. Leider scheint es uns jedoch als ob wir nur schleichent vorran kommen würden, denn wir haben gerade mal 60km hinter uns und haben den PAss noch nicht überquert.

Endlich kommen stoßen wir auf die D937 die dem immer enger werdenden Talverlauf des Draqs folgt. Mitlerweilt ist es 18Uhr und die Strasse steigt wiederum massivst an. Super erschöpft erreichen wir endlich den Ort St.Disdier von wo aus es nicht mehr weit zum Pass sein soll. Nschdem wir den schönen Dorfkern durchquert haben erreichen wir dann endlich die Auffahrt zum Col de Fiestre. Mit der Werwartung, dass dies der letzte Anstieg für heute seie tretten wir nochmal richtig in die Pedale.

Nach 2km bergauf fahren wir nochmals durche in schnuckeliges Bergdorf, welches von kahlen Gebirgskämmen umgeben ist. Die Uhr zeigt mittlerweilt 20Uhr und die Sonne ist fast untergegangen und die Temperaturen fallen rapide ab. Die letzten drei Kilometer ziehen sich wir Kaugummi und wir sin totall erschöpft. Um punkt 21Uhr errcihen wir dan endlich den Col de Fiestre wo natürlich die traditionellen Gipfelfotos gemacht werden. Da es mittlertweile stock dunkel ist sind wir gezwungen unsere Beleuchtungsanlagen in betrieb zu nehmen. Ausserdem ziehen wir unsere dicken Sachen an, weil uns nun eine sehr schnelle und lange Abfahrt bervorsteht.

Die Abfahrt ist unbeschreiblich schnell und super schön. Da überhaupt kein Verkehr hersscht und die Strasse gut ausgebaut ist geben wir ordentlich Gummi. Man muss schon sagen, dass es eine sehr interessantes Erlebnis ist einen Alpenpass in kompletter Dunkelheit herunterzufahren. Dadurch, dass Vollmond ist, bieten sich uns einmalige Ausblicke auf die Gebirgsmassive. Wir sausen durch ein breites trockenes Flusstal welches im Mondlicht sehr mysteriös aussieht.

Nach ca.15km biegt die Strasse dann links ab und wir erreichen endlich Montemir, wo wir am Ortsausgang den einzigen Campingplatz finden. Auf dem Weg zum Platz fahren wir an einem Gemeindezentrum vorbei wo eine dicke Party stattzufinden scheint. Am Platz finden wir eine Rezeption die jedoch nicht besetzt ist, daher errichten wir schnell unsere Zelte unter den großen Bäumen die den Platz umgeben. Schockiert sind wir von den spartanischen Sanitäranlagen des Platzes.(Das nach über 100km :-( )Ausserdem scheint es auch keinerlei Supermarkt zu geben wo man sich sein wohlverdientes kaltes Bier kaufen kann.(Das nach über 100km!!)

Totall augehungert laufen wir zurück zu der Party und fragen dort, ob wir etwas zu essen bekommen könnten. Aufgrund unserer mangelnden Französischkenntnissen schaffen wir es aber irgentwie nicht unsere Message zu überbringen. Man schickt uns in den Dorfkern wo es ein Restaurant geben soll. Der Dorfkern ist sehr schön und erinnert mich an die Bergdörfer in Korsika es gibt nur leider keinerlei bar oder Restaurant. Wir treffen zwei Franzosen die in einem Keller an ihren Rädern rumscharuben und fragen sie nach etwas zu essen und etwas Bier verkaufen könnten. Netterweise bringt uns einer der Junge eine Rolle Kekse und eine Flacshe Wasser. Wir bedanken uns herzlich, doch leider reichen die Kekse nicht ansatzweise um unsren Bärenhunger zu stillen.

Verzweifelt laufen wir zurück zu der Geburtstagsparty uns nochmals nach Essen zu fragen. Der Wein fliesst in Mengen und die Stimmung scheint sehr gut. Einige der Partygäste scheinen dann aber Mitleid mit uns zu haben und sie führen uns in die Küche. Hier gibt man uns 1,5Liter eiskalten Rose und einige Pfirsiche und Brot und Wurst. Überglücklich ziehen wir zurück zum PLatz.

Hier setzen wir uns an einen Tisch und geniessen die leckere Wurst und den schönen kalten Wein. Der Sternenhimmel ist unbecshreiblich schön, da hier keinerlei Lichter exestieren. Wir philosphieren noch ein wenig und schauen zrüvk auf die letzten Tage....

Sonntag 31.08.03 Tageskilometer 105km

Gegen 8.30Uhr wachen wir auf und nehmen eine warme Dusche. Da es auf dem Platz leider keinerlei gastronomische Angebote gibt müssen wir uns mit Honigkuchen und Plätzchen zum Frühstück begnügen. Nch dem Frühsctüch packen wir unsere Sachen zusammen und fahren zurück in das alte Dorfzentrum. Die D20 zweigt rechts vom Dorfzentrum ob und steigt nochmal ordentlich an. Unsere Beinmuskeln sind totall ausgepauert vom Vortag aber wir geniessen die warmen Sonnenstrahlen. Die kleine Schotterstraße windet durch einen wilden Canyoen nach oben. Es ist sehr interessant zu sehen, wie die Vegetation mit steigender Höhe immer trockner wird. Endlich kommen wir in die Provence.

Die letzte Passhöhe (1100m) ist schnell erreicht und wir geniessen den genialen Ausblick. Von nun an geht es richtig schön bergab. Wir geniessen die tolle Abfahrt, machen jedoch öfters Halt um den Ausblick auf das Voralpenland zu geniessen. Traumhaft schöne kleine Bergdörfer verzögern weiter unsere Abfahrt und lassen unsere Kameras heiss laufen.

Gegen Mittag treffen wir dann in Montetir-Allemont ein wo wir beim örtlichen Bäcker zum Glück noch etwas Baguette vom Vortag ergatern können. Eine kleine Bar verhilft unserer wohlverdienten Coca-Cola. Auf einem Mauer unter einem großen Baum lassen wir uns nieder und machen Siesta. Wir entscheiden uns von nun an die große Nationalstraße zu fahren, da es uns darauf an kommt möglichst schnell in den Süden zu kommen.

Nach dem Mittag geht es dann weiter und wir kommen super schnell vorran. Mit einer Durchschnittsgesch. von 35km/h fliegen die Kilometer nur so an uns vorbei. Es macht einen riesigen Spass nach edlichen bergetappen endlich mal wieder richtig schön gas geben zu können. Schnell erreichen wir Sisteron wo wir durch die wunderschöne Altstadt fahren. Nach einem kurzen Blick in die Innenstadt entscheiden wir uns jedoch bis nach Montemir zu fahren, was weitere 38km entfernt liegt. Die folgenden 38km stellen sich jedoch als eine große Herrausforderung herraus, da der Wind gegen uns ist und die Strecke sehr hügelig ist.

Erschöpft errecihe ich das Zentrum von Montemir wo ich mich ersteinmal unter einen Baum lege und auf Anna und Johannes warte. Nachdem die beiden erschöpft eintrudeln verschlägt es uns sofort in Richtung McDonalds. Hier stillen wir unseren bemerkenswerten Hunger mit unmengen von Junk-Food.

Anschliessend fahren wir zum Campingplatz und errichten unsere Zelte und erfreuen uns an den schönen Duschen. Im Biergarten des Campingplatzes geniessen wir noche einige frisch gezapfte Biere....

Montag 01.09.03 Tageskilometer 110km

Um 8Uhr erwachen wir und packen unsere Sachen zusammen. Es ist noch sehr kühl aber es scheint ein super schöner Tag zu werden. Im Biergarten geniessen wir ein ausgiebieges Frühstück und planen die heutige Strecke. Gegen halb Zehn rollen wir los in richtung der Verdonschluchten. Unser Weg führt uns wieder in Richtung der Berge. Die Straße seigt seicht aber kontinuierlich an. Links und rechts von uns liegen die ersten Lavendelfelder. Wir durchfahren super schöne Orte die man eigentllich nur aus Postkarten kennt. Unserem besonderen Interesse gilt natürlich der Ort Allemagne-en-Provence.

Um die Mittaszeit erreichen wir Mostiner-Sainte-Marie was sehr hoch auf einem Berg errichtet worden ist. Kurz bevor wir uns hoch in den alten Dorfkern begeben wollen treffen wir die Reiseradler wecle wir auf dem Col de Galieber getroffen hatten. Nach einem kurzen Plausch fahren wir hoch um an einem touristisch totall überfüllten Cafe ein Baguette, Pizza und Eis zu essen. Nach einer guten Stunde Siesta geht es dann weiter. Die Staße führt runter zum großen Lac de St-Croix, welcher wunderschön grun in der Sonne schimmert. Wir überqueren ihn über eine hohe Brücke und beobachten einige Kanufahrer die sich ihren Weg in die Schlucht bahnen.

Für uns gehte es jedoch leider wieder nach oben. Auf der D71 geht es von nun an relativ steil nach oben. Die Sonne knallt mit voller intensität auf uns nieder und die Vegetation erinnert uns an eine Dorn und Strauchsavanne. Nach einem anstregngenden Anstieg erreichen wir die Stadt Agentimes wo wir entspannt durch die schöne Alststadt radeln. Von hier aus zieht sich die Straße immer weiter den Berg hinnauf und es bieten sich uns sehr schöne Ausblicke auf den See. Nach endloser kletterei führt die Strasse dann endlich in den Canyoen hinein. Glücklicherweise sind die Straßen so eng, dass die Autos gezwungen sind extrem langsam zu fahren. Es bieten sich unfassbar schöne Ausblicke in die tiefe Schlucht. Wir nutzen viele der Haltebuchten um Fotos zu machen oder einfach nur den Ausblick zu geniessen. Nach dem erreichen des höchsten Punktes geht es steil und schnell bergab.

Leider folgt jedoche ein weieterer steiler Anstieg der uns sehr zuschaffen macht. Ich esse die letzten Notreserven (Honigkuchen) um meinen Hunger zu stillen. Danach fahren wir über eine sehr imposante Brücke die eine extrem tiefe Schlucht überquert. Und wiederum steigt die Strasse gewaltig an. Es beiten sich uns die letzten Ausblicke auf die Schluchten. Der Anstieg zieht sich für mehr als 5km den Berg hinnauf und wir stehen kurz vorm Aufgeben. Unser Verlangen nach Meer steigt!(Endlich Meer sehen !!!) Das letzte Stück der Steigung führt uns durch eine wunderschöne trockene Grasssavannenlandschaft die durch die untergehende Sonne sehr schön erleuchtet wird.

Endlich erreichen wir den höchsten Punkt wo wir mit einem genialen Ausblick belohnt werden. Die letzten 10km führen uns durche eine unberührte Dünenlandschaft und wir geniessen die letzten Kilometer Abfahrt die uns bis ins Dorfzentrum von Comps-sur-Artury bringt. Hier besorgen wir uns noch einige Dinge in einem uhrigen Supermarkt. Der Zeltpatz scheint totall ausgestorben zu sein. Nach dem einchecken bauen wir schnell unsere Bettgemächer auf und nehmen eine warme Dusche. Zum Abendessen machen wir uns eine Mega-Portion Spaghetti. Zum Nachtisch servieren wir Joghurts, Schokolade und Chips.

Anschliessend trinken wir noch ein kaltes Bierchen und erfreuen uns an dem schönen Sternenhimmel. Es wird jedoch relativ schnell kühl und wir verkriechen uns erschöpft in unsere Zelte....