Radreise Usbekistan 2015
Datum Route Kilometer Höhenmeter
09.05.2015 Fluganreise Frankfurt - Taschkent, Abendessen auf Hotelterrasse,    
10.05.2015 Stadtexkusrsion mit Sokir, Besuch der rekonstrurierten Mausoleen und Moscheen von Taschkent, türkise Kuppeln kontrastieren mit Himmelblau, Besuch des zentralen Bazars, viele Eindrücke, im Vergleich zu südamerikanischen und Ostafrikanischen Märkten hoher Hygienestandard, Berge von Kartoffeln und Möhren, Frauen in bunten Seidenkleidern, Verkäufer freuen sich uns zu sehen und grüßen freundlich, frische Erdeeren und Berge von Gewürzen, Geruch von gebratenen Shashlikspießen, Mittagessen nahe des Flusses, Sokir berichtet über die Heiratstraditionen seines Landes, Fahrt mit der Metro, prachtvoll gestaltete Haltestellen, Fotoverbot und Polizeikontrollen, Besuch des Unabhängigkeitsplatzes, die alten Leninstaturen wurden von Amir Temur ersetzt, schöne Gartenanlage, entspannte Atmosphäre, Blick auf den sozialistischen Plattenbau des Hotels Usbekistan, Abendessen im überteuerten Tourirestaurant, Treppenwirwar zum Bahnhof, Nachtzugfahrt nach Buchara, Orientexpressfeeling, Sokir erzählt mir von seinem Lehrerjob    
11.05.2015 persische Klänge wecken uns, Schafner bringt Tee ins Abteil, wir durchqueren weite aride Agrarlandschaften, Ankunft in Buchara, Transfer zum Hotel 'Chez Helena', Schöner ruhiger Innenhof mit hohen Decken, Frühstück mit leckeren frischen Kirsch- Pfirsichmarmeladen, gutes Omlett, sogar Pulverkaffee, anschliessend Stadtexkursion mit Sokir, Besuch zweier Musoleen, Besuch des Bazars, vielfältige Eindrücke, leckere Süßigkeiten werden uns zum probieren angeboten,weiter zur nächsten Moschee, hoch auf die Ark Festung, Mittagshitze fast unerträglich, wir verkriechen uns in ein schattiges Terrassenrestaurant, danach weiter zum Poi Kalyen, der zentrale Platz der Stadt, das 45 Meter hohe Kalyen Minert thront über dem Platz, Fassade der Moschee ist mit wunderschön verziert mit arabischen Ornamenten, 208 Säulen säumen den atemraubenden Innenhof der Anlage, Besuch einer Teppichmanufaktur, die jungen Mädchen arbeiten zehn Stunden an sechs Tagen der Woche, an einigen Teppichen arbeiten sie mehr als ein Jahr, Abend essen wir auf einer Dachterrasse und geniessen den Sonnenuntergang über der Stadt    
12.05.2015 Frühstück im Innenhof, morgendlicher Spaziergang durch die Altstadt, immer wieder werde ich freundlich von den Leuten gegrüßt, viele bitten mich um ein Foto, Nachmittags radlen wir durch das Verkehrschaos der Stadt zu einem Pilgerort, weite Baumwollfelder, durchzogen von einzelnen Bewässerungsgräben, Neubaugebiete mit monotonen Reihenhäusern (der Traum von Suburbia!), Besuch des Pilgerortes, hier liegen die Überreste einiger bedeutender Imame, eine Gruppe Frauen sitzt unter einem Baum un bettet, plötzlich springen sie auf und stürmen auf mich los und überschütten mich mit Geschenken,    
13.05.2015 Um 8 Uhr sitzen wir auf den Rädern und verlassen die kleinen Gässchen der Altstadt, die Strecke verläuft durch eine recht monotone Agrarlandschaft, weite Baumwollfelder mit noch sehr jungen Pflanzungen, Arbeiterinnen mit Spitzhacke grüßen freundlich, alte russische Ladas transportieren riesige Baumwollpackete, gegen 12Uhr machen wir Mittagspause in einem Teehaus, Shaslikspieße mit Zwiebeln vom Grill, Mittagsschlaf unter dem Vordach des Cafes, die Dorfbewohner bestaunen die neuen Gäste bei der Mittagsruhe,gegen 15Uhr wieder zurück in den Sattel, die Sonne brennt und der Asphalt glüht, passagenweise fahren wir auf staubigen Schotterpisten, gegen 17 Uhr erreichen wir den Ort Gishdwan wo wir bei dem Töpfermeister Abdullah unterkommen, er spielt uns etwas auf seinem traditionellen Seiteninstrument vor und zeigt uns anschliessend seine Töpferexponate, 70  
14.05.2015 Reichhaltiges Frühtück beim Töpfermeister, Milchreis und frische Erdbeermarmelade, Fahrt durch das morgendliche Verkehrschaos, die Fahrtauglcihkeit einiger usbekischer autofahrer erscheint wirklich hochgradig fragwürdig, nach ca.f ünf Kilometern nimmt der Verker dann ab und die Landschaft geht allmählich in eine Steppe über, Männer und Frauen auf Eselkutschen grüßen uns freundlich, Mittags erreichen wir den kleinen Ort Kanimekh, wo wir im Hinterzimmer eines einfachen Restaurants zu Mittag essen, das lokale Polizeibatallion nimmt auch gerade das Mittagsessen ein, Fotos werden jedoch streng abgelehnt, Siesta auf den Liegeteppichen des Restaurants, Fliegen tanzen um die Wette, Tauben sitzen über uns im Blechdach, die Köchinnen beäugen uns amüsiert und freuen sich über die Neuankömmlinge, nach der üblichen dreistündigen Siesta geht es wieder auf die Räder, die Landschaft wieder zunehmend grüner und ist stark agrarlich geprägt, wie durchfahren mehrere schöne kleine Dörfer mit Gehöfen und alten russischen Traktoren, in Beschrabat werden wir vom ganzen Dorf schon erwartet, unser 25 Jahre alter Gastgeber Azim empfängt uns freundlich, er ist hochengagiert und arbeitet in der Schule als Englischlehrer, in seinem Haus lernen wir seine komplette Familie kennen, einfache Dusche im Waschhaus der Familie, anschliessend Spaziergang durch das Dorf und Besuch eines anderen Hofes, hier lernen wir die Besonderheiten der Seidenraupenzucht kennen, die Großmutter bricht mit Ursula das Brot und bittet uns zum Tee, auf dem Rückweg begleiten uns einige Schüler von Azim, Abendessen im Wohnzimmer der Familie, es gibt Dinlama (Eintopf aus Kartoffeln und zartem Rindfleisch), nach dem Abendessen kommen mehrere Schüler von Azim zu besuch und wir unterhalten uns mit ihnen auf Englisch, erste Nacht auf dem Teppich 70  
15.05.2015 Beschrabat - Nurata,Frühstück im Wohnzimmer von Azims Familie, um 7.30 Uhr sitzen wir auf den Rädern und verabschieden uns von Azim und seiner Familie, Fahrt durch eine weite Steppenlandschaft, ab und zu wird die Straße von einer Herde überquert, Autos rasen an uns vorbei und huppen, allmählich steigt die Straße an und wir gelangen in die Berge, Karge bieten wenig Abwechlung, die letzten zwei Kilometer zum Qayapargapass sind recht steil aber trotzdem gut fahrbar, von oben bietet sich uns ein spektakulärer Ausblick auf die vor uns liegende Ebene, unser Fahrer versorgt uns mit Instankaffee und Keksen, Abfahrt in die Ebene, die nächsten zehn Kilometer zeigen sich aufgrund des starken Gegenwindes als recht anstrengend, in einem Park machen wir Siesta unter einer Reihe Pappeln, unser Fahrer und Sokir grillen leckere Lammspieße, gegen 16 Uhr zurück auf den Rädern, es geht weiter durch die Berge, so gegen !7.30 Uhr erreichen wir plötzlich die breiten Starßen von Nurata, den restlichen Nachmittag verbringen wir auf der Terrasse der Gastfamile, zum Abendessen gibt es eine Suppe mit Maultaschen, anschliessend werden wir noch auf eine Verkaufsveranstaltung der Familie eingeladen, da wir nur geringe Mengen, der angebotenen Stoffe kaufen werden wir nicht wirklich freundlich behandelt 65  
16.05.2015 Nurata - Jurtencamp, auf einer kleinen Straße verlassen wir Nurata und radeln wir tiefer hinein in die Rote Steppe, die Steppengräser leuchten in einem zarten Grünton,ab und zu zeigen sich einige leuchtende gelb- und Rottöne der Blüten, das berauschende Gefühl der Weite, nicht ausser Wolken und der Geräusch des Windes, Schafhirten mit ihren Herden am Horizont, Cumuluswölkchen verstärken die weite der Landschaft, Flowerlebnis, Schildkröten überqueren die Straße, Gegenwind, bei Kilometer 45 biegen wir ab und haben Rückenwind, wir fliegen durch die Steppe, im letzten Dorf vor der Abbiegung versucht Sokir uns davon zu überzeugen, dass wir jetzt besser due Räder ins Auto verladen sollten, wir lehnen ab, weiter geht es auf einer schmalen sandigen Piste in Richtung Camp, ein Waran faucht bedrohlich vom Pistenrand, dann erreichen wir das camp und Karl und ich bekommen eine eigene Jurte, wir treffen auf Gunmay aus Taiwan, sie ist seit 8 monaten unterwegs um die Welt zu erkunden, die üblichen 7 Urlaubstage in Taiwan würden ihr nicht reichen, Nachmittags fakulatives Kamelreiten, ich geniesse auf einem Spaziergang die intensiven Kräutergerüche der Steppe, abends gibt es ein großes Buffet im camp, die usbekischen Reisegruppen trinken Wodka in Strömen, anschliessend traditionelle Gitarrenmusik am Lagerfeuer, 65  
17.05.2015 Jurtencamp-Stausee, die Nacht in der Jurte wird überraschend kühl,nach dem frühstück radeln wir zurück zu der letzten Ortschaft vorm Abzweig, heute ist es deutlich heisser als gestern, wunderschöne Cumulswolken säumen die weite Steppenlandschaft, zurück auf die Asphaltstrasse und in Richtung See, ständiger Gegenwind und hügeliges Profil, dafür gibt es WEITE pur, kaum Autoverkehr, einige Schildkröten die die Straße überqueren, winzige Vögel suchen nach den Blüten der Steppenpflanzen und zwitschern leise um die Wette, Verlust des Zeit- und Raumgefühls, nach ca 30 km erreichen wir eine Kreuzung und es geht weiter auf einer Schotterpiste, hinter einer Kuppe offenbart sich plötzlich der Ausblick auf das azurblaue Wassers des Stausees. Was für ein bizarrer Anblick!, der künstlich angelegte See hat eine Ausdehnung von ca. 250km, der Tatare aus em Jurtencamp kommt in seinem Jeep und errichet in windeseeile ein Tarp, anschliessend baut ein komplettes Buffett auf und wir sitzen im Schatten des Tarps und geniessen unser Mittagessen mit ausblick auf den See, über dem See kondensiert die Feuchtigkeit und es bilden sich regelmäßige Cumulswolken, gegen !4Uhr brechen wir zur Rückfahrt auf, sobald wir den See verlassen hört auch die kühle Seebrise auf und es wird extrem heiss, der Asphalt scheint zu glühen, nach zwei Stunden kommen wir total überhitzt ins dorf und fallen in den nächsten Laden ein, nach Eis und kalter Fanta geht es zurück ins Camp, in letzter Sekunde erreiche ich die Latrine!Das war knapp!, wunderschöner Sternenhimmel 65  
18.05.2015 Morgens Frühstück im Camp und dann mit dem auto zurück nach Nurata, dort Besuch eines wichtigen Pilgerortes, wichtiger Rastplatz der ehemaligen Caravanen , auf einem Sporn thront der Überrest einer ehemaligen Festung von Alexander dem Großen, Mittags machen wir eine Siesta unter einer Reihe Papeln, es gibt gebackenes Lammfleisch mit Brot, gegen 14 Uhr satteln wir auf und radeln weiter, allmählich geht es in die Berge, die Ladnschaft wird sukzessive grüner und fruchtbarer, wunderschöne Wildblumenwiesen vor dem Hintergrund der Berge, blühende Mohnfelder, Kühe am Wegesrand, Achtbahnartige Abfahrten, gegen 17 Uhr erreichen wir Qoshrabat, dort werden wir vom Sohn unseres Gastgebers auf dem Roller erwartet, nach einem Abzweig folgen wir einer kleinen Piste durch eine kleingliedrige liebliche Agrarlandschaft, kleine Jungs auf Fahrrädern verfolgen uns, wir erreichen dn Hof unseres Gastgebers und werden freundlich begrüßt, man serviert und Tee und einige Süssigkeiten, anschliessend quatschen wir mit den Kindern, unter einem Baum steht ein Vierbein und ein alter Röhrenfernseher, die Kinder zeigen uns den nationalen Musikkanal und wir tanzen gemeinsam zu einigen traditionellen Liedern, zum Abendessen bekommen wir hausgemachten Plov mit Wodka, die gesamte Großfamilie kommt zu besuch und möchte uns kennenlernen, alle freuen sich total und wir singen Oh-Tannenbaum 45  
19.05.2015 Nach dem Frühstück verabschieden wir uns von der netten Familie und folgen weiter der Straße, es geht weiter bergauf, die Straßenqualität ist schlecht daher können wir die Abfahrt nicht geniessen, auch der Verkehr nimmt wieder deutlich zu, gegen 9uhr haben wir den höchsten Punkt erreicht und ab jetzt geht es durch eine weite fruchtbare Agrarebene, Mittags essen wir im Hinterzimmer eines Restaurants in der Nähe Bazars,leider bieten sich keine wirkliche Siestamöglichkeit und wir radeln weiter, nach ca. 5 km wird es zunehmend ruhiger und wir entschliessen uns dazu einen Mittagschlaf unter einigen Bäumen zu machen, der Wind spielt mit den Blättern der Pappeln, nur vereinzelt das Geräusch eines vorbeifahrenden Autos, ein kleiner Junge auf dem Fahrrad betrachtet uns interessiert, gegen 15.30 zurück aufs Rad, nach ca 20km erreichen wir das kleine Dorf des ehemaligen Reiseleiters, es geht über kleine Schotterwege durch eine kleinparzillierte wunderschöne Agrarlandschaft, Kinder spielen Fußball auf der Straße, wir Besuchen ein alten Friedholf Wolgerdeutscher, Kühe laufen entlang der Straße, ein junges Kalb beschwert sich lautstark über die fußballspielenden Kinder, im Innenhof der Familie sitzen wir auf einem Vierbein und trinken Tee und entspannen, zum Abendessen bekommen wir leckere gefüllte Paprika, während der Nacht lauschen wir dem Singen einer Nachtigal, 85  
20.05.2015 Morgens wache ich schon um fün Uhr auf und gehe im Dorf spazieren, einige Leute arbeiten schon auf den Feldern, Kühe werden gemolken und der Milchwagen holt die Milch ab, Kinder sind auf dem Schulweg, nach dem Frühstück radeln wir noch 20 Kilometer weiter und besuchen einen wichtigen Pilgerort, dort werden wir von einem Fernsehkanal um ein Interview gebeten, danach radeln wir zur Familie unseres Busfahrers, dort zeigt man uns wie das traditionelle Brot gebacken wird, zum Mittagessen gibt es selbstgemachte Tortellini, Nachmittags bringt uns der Busfahrer nach Samarkand, 20  
21.05.2015 Stadtführung mit Sokir, wir besuchen sie eindrucksvollen Moscheen und Medressen, Mausoleen von Samarkand, die Vielzahl an Meisterwerken orientalischer Baukunst ist überwältigend, auch der Bazar von Samarkand fasziniert in seinem breiten Angebot an Waren aller Art, Nachmittags besuchen wir das Observatorium, Abends gehen wir in ein traditionelles Tanzlokal in der Neustadt    
22.05.2015

Vormittags mache ich einen gemütlichen Stadtspaziergang , gegen 17Uhr besteigen wir den Hochgeschwindigkeitszug nach Taschkent, in nur zwei Stunden erreichen wir Taschkent und essen in dem bekannten Flussrestaurant zu abend

   
23.05.2015 Rückflug Taschkent - Frankfurt    
  Gesamtstrecke: ca500km