Radreise Klaipeda - Riga
Datum Route Kilometer Höhenmeter
10.07.

Frankfurt – Riga - Klaipeda (Bustransfer)

Eindrucksvolle Lage des Hotels 'Old Mill'. Dutzende Kreuzfahrer warten vor der handbetriebenen Drehbrücke am Hafen. Abends gute Pizza bei Bambola.

   
11.07.

Stadtexkursion Klaipeda

Sintflutartige Niederschläge gehen runter. Nach dem Frühstück beruhigt sich das Wetter und wir fahren mit der Fähre rüber über das kurische Haff zur Nehrung. Ein Bus bringt uns durch die weiten und recht monotonen Kiefernwälder nach Nida. Wir laufen hoch zur Düne und genießen den Ausblick auf die Ostsee. Nach der Dune de Pyla (bis 110Meter hoch) ist die Hohe Düne die zweithöchste Düne Europas. Auf dem Rückweg durch die kleinen Sträßchen von Nida. Bunte kleine Holzhäuser mit liebevoll gestalteten Vorgärten säumen die Straßen. Man fühlt sich zurückversetzt nach Bullerbü. Am Hafen liegen einige kleine verrostete Fischerboote. Es geht zurück nach Klaipeda und wir laufen durch die Gassen der überschaubaren Altstadt. Es verschlägt uns in die neu renovierte Friedrichs Passage, wo wir unterschiedliche litauische Spezialitäten probieren.

   
12.07.

Klaipeda - Palanga

Übernahme der Räder. In nördlicher Richtung verlassen wir die Stadt. Es geht vorbei an den Plattenbausiedlungen der kommunistischen Era. Ein Radweg führt uns durch den dichten Küstenwald entlang der Ostsee. Viele Moose und Flechten schmücken die planmäßig angepflanzten Kiefern Reihen. Nach einer Stunde fahren wir über einen 200 Meter langen sandigen Pfad runter zum Strand. Es offenbaren sich uns breite und fast menschenleere Sandstrände. Nach einer Pause, weiter entlang des Radwegs. Wir erreichen die Ausläufer von Palanga und befinden uns plötzlich auf einem riesigen Jahrmarkt. Die Imbissbuden und Restaurants reihen sich wie eine Perlenkette aneinander. Flanierende Touristenströme genießen das bunte Treiben. Diverse Glücksspiel- und Entertainmentautomaten warten auf Kunden. Tretautos aus den 80er Jahren ziehen langsam vorbei. Kinder auf kleinen E-Scootern rauschen an den Touristen vorbei. Wir checken in das recht geschmackfreie Hotel Alanga ein. Das Hotelprospekt umwirbt den Besuch der eigenen Sauna für kostengünstige 35€ pro Person!! Nichts wie raus hier! Runter zur Strandpromenade und auf die lange Seebrücke. Was für ein breiter Sandstrand! Kein Wunder, dass hier in Hochzeiten der UDSSR halb Russland Urlaub gemacht hat. Anschließend besuchen wir das Bernsteinmuseum und inspizieren die unterschiedlichen Einschlüsse in den transparenten 'Steinen'. Zurück zum Strand. Es ist sehr windig und es scheint eine gefährliche Strömung zur herrschen. Die rote Fahne verbietet hier das Schwimmen. Wir beobachten drei Polizisten, die dabei sind eine Leiche aus dem Wasser zu ziehen...Später begeben wir uns auf die aussichtslose Suche nach etwas zu Essen. Leider bewahrheitet sich die Grundregel: 'Je größer die Nachfrage desto schlechter die Qualität.'

30 km  
13.07.

Palanga – Nica – Liepaja

Morgens verlassen wir die Stadt auf dem Küstenradweg. Alle 300 Meter gibt es ein Abzweig zum Strand. Nach ca. 15 km erreichen wir das Städtchen Sventoji. An der Hauptstraße reiht sich eine Imbissbude an die nächste. Über die kleine Hängebrücke überqueren wir den Fluss Sventoji. Kurz nach dem Abzweig auf die A11 haben wir unseren ersten Platten und reparieren diesen an einer spartanischen Bushaltestelle. Ein Reiseradler aus Berlin kommt vorbei und erzählt, dass er vor etwa einer Woche in Berlin losgefahren sei. Weiter auf der A11. Kilometerlang geht es schnurgerade durch recht monotonen Birken- und Kiefernwald des Baltikums. Die gut ausgebaute Straße zieht leider den kompletten Schwerlastverkehr des Baltikums an. Zur Mittagszeit verlassen wir die Straße und biegen rechts auf einen Waldweg ab und breiten unsere Picknickdecke aus. Die Mücken und Bremsen freuen sich über das Mittagessen! “Nichts wie weg hier“! Die A11 hat uns schnell wieder. Es wird uns klar, dass das Baltikum doch deutlich dünner besiedelt ist als Mitteleuropa, die Distanzen zwischen den Orten sind viel größer als bei uns. “Wie muss es hier wohl im Winter aussehen?!“. Die Strecke zieht sich ewig und der Wind kommt leider von vorne...Endlich erreichen wir die kleine Ortschaft Nica und fallen in ein schönes Restaurant mit einer einladenden Gartenterrasse ein. Es gibt wunderbar angerichtetes Sesamschnitzel und dazu ein Ziegenkäsesalat. Zum Nachtisch genießen wir noch leckere Blaubeerpfannkuchen. Gestärkt schwingen wir uns wieder auf die Räder. Kurz nach der Ortsausfahrt werden wir von einem oberkörper freien älteren Herren auf dem Rad überholt. Er möchte uns gerne eine schöne Alternativstrecke zeigen. Zuerst sind wir etwas zögerlich aber merken dann schnell, dass der Mann nur hilfsbereit sein möchte. Wir verlassen die A11 und biegen nach Bernati ab und kommen an einigen schönen alten Holzhäusern vorbei. Dann geht es weiter auf einer Schotterpiste zum Strand runter. Der Mann zeigt uns wie wir direkt an der Wasserlinie radeln können. “Was für ein Ausblick!!“ Links von uns, die schäumende Brandung der Ostsee, rechts die weiten menschenleeren Strände. Möwen kreisen über unseren Köpfen. Nach etwa 10 km verlassen wir den Strand und verabschieden uns von dem freundlichen Herren. Schnell erreichen wir die ersten südlichen Ausläufer von Liepaja. Die ca.160.000 Einwohner starke Hafenstadt hat eine markante Nord-Süd Ausdehnung. Wir bahnen unseren Weg durch alte Wohnviertel der Arbeiter. Schöne marode Holzhäuser säumen die Straßen. Hier scheint die Zeit still zu stehen. Über die Brücke überqueren wir den Kanal und erreichen das Hotel Europa. Nach einer Pause laufen wir zurück in die Altstadt. Im Hafen liegen einige kleinere Schiffe der Marine. Einige der alten Holzfassaden im Altstadtkern sind neu restauriert aber andere zeigen einen starken Verfall. Das direkte Nebeneinander von Altem und Neuem empfinden wir als sehr ansprechend. Zum Abendessen verschlägt es uns in das Restaurant ' Pastnieka Maja', welches sich in einem ehemaligen Postgebäude befinden. Auf der Terrasse des Hauses genießen wir ein vorzügliches Abendessen.

80 km  
14.07.

Liepaja - Pavilosta

Quirliges Frühstücksbuffet im Hotel Europa. Zufälligerweise findet an diesem Wochenende die Bridge-Weltmeisterschaften in Liepaja statt. Jugendgruppen fallen über Rühreier und Brötchen her. Wir flüchten und machen noch einen kurzen Stadtbummel durch die sehenswerte Altstadt. Anschließend zurück auf die Räder und wir überqueren die alte Metallbrücke über den Karosta Kanal. Es geht weiter durch die ehemalige sowjetische Militärstadt. Verfallene Plattenbausiedlungen kennzeichnen das Straßenbild. Vorbei an den vergoldeten Türmen der orthodoxen Kirche 'St.Nikolaus'. Schnell erreichen wir das Gelände des ehemaligen Militärgefängnis von Karosta. Auf dem Hof stehen einige alte Panzerfahrzeuge der sowjetischen Armee. Auf einer Führung bekommen wir einen kleinen Eindruck über die Verhältnisse während der sowjetischen Besatzung. In den Ausstellungsräumen gibt es ein interessantes Sammelsurium der damaligen Kommunikationstechnologie und Militaristik. In den sehr spartanisch eingerichteten Zellen wurden Soldaten gefügig gemacht. Heute bietet man den Touristen die Möglichkeit eine Nacht in einer der Zellen zu übernachten. Karosta war während der Besatzungszeit ein eigener abgeschotteter Stadtteil mit einer autarker Infrastruktur. Der Hafen von Karosta war lange Jahre Stützpunkt der sowjetischen Ostseeflotte (ganzjährig eisfrei!). Hier lagen fast 30 Atom-U-Boote und über 100 Kriegsschiffe. Die Stadt war in dieser Zeit von einem mächtigen Verteidigungswall umgeben. Reste dieses ehemaligen Forts sind noch heute zu besichtigen. Gegen 13Uhr beschließen wir weiterzuradeln und verlassen die Stadt in nördlicher Richtung. Es geht vorbei an ausgedehnten Plattenbausiedlungen, welche von großen Schrebergarten Anlagen gefolgt werden. Während der Planwirtschaft scheinen hier einige Menschen, auf subsistenzwirtschaftliche Strukturen angewiesen gewesen zu sein. Hinter Saraiki endet plötzlich die Asphaltstraße und wir gelangen auf eine wellige Schotterpiste. Nur noch im Schneckentempo kommen wir voran und werden stark durchgerüttelt. Der Weg verläuft durch eine weite Heidelandschaft, immer wieder zeigen sich Störche am Wegesrand. Ein bewaffneter Soldat sichert den Eingang zu einer der küstennahen Militärbasen. Nach etwa einer Stunde erreichen wir erschöpft den Abzweig auf die A111. “Endlich wieder Asphalt!!“ Die nächsten 40 km erweisen sich jedoch als sehr kräfteraubend, da wir starken Gegenwind haben und die Landschaft (Kiefer- und Birkenwald) doch eher monoton ist. Die einzigen Highlights der Strecke sind die in regelmäßigen Abständen auftauchenden Kilometerschilder und spartanische Bushaltestellen. Ab und zu rauschen Reiseradler (Euro-Veloroute 13), geschoben vom Rückenwind, aus der Gegenrichtung an uns vorbei und grüßen freundlich. Gegen 18Uhr erreichen wir total entkräftet den Abzweig nach Pavilsota. Der kleine Ort erinnert uns an ein finnisches Miniaturdorf. “Wer zum Teufel verliert sich denn bitte hier hin?!“ Es ist kaum eine Menschenseele zu sehen. Dann erreichen wir das Hotel Veju Paradize und sind positiv überrascht. Niemals hätten wir eine solche Anlage in diesem Ort erwartet. Das geschmackvoll und gezielt spartanisch eingerichtete Hotel scheint bei den Yuppie-Familien von Riga schwer angesagt zu sein. Auf dem Parkplatz reiht sich ein oberklasse SUV an das nächste. Die Betreiber präsentieren sich als freundliche Surfer Crowd. Nach einer lebensnotwendigen heißen Dusche verbringen wir den Abend in dem IKEA-Katolog ähnlichen Hipster Restaurant der Surfer. Das Essen ist jedoch wirklich lecker!

55 km  
15.07.

Pavilosta – Alsunga – Kuldiga

Morgens Blaubeerpfannkuchen im IKEA-Modellhaus. Gegen 10Uhr verlassen wir das kleine Nest und radeln zurück zur Kreuzung und biegen links Richtung Ventspils ab. Glücklicherweise ist es heute deutlich windstiller als gestern und wir kommen flotter voran. Kurz vor dem Abzweig nach Alsunga machen wir an einem Gasthof pause und treffen auf die deutsche Liegeradfahrerin Gaby. Gemeinsam trinken wir eine Tasse Kaffee und sie erzählt von den mörderischen Autofahrern Lettlands. Komischerweise nehmen wir diese jedoch als eher rücksichtsvoll wahr. Die schlechten Nebenstraßen machen ihr das Vorankommen mit dem Liegerad extrem schwer. Sie setzt ihre Route Richtung Ventspils weiter fort und wir biegen nach rechts ab. Für die nächsten 15km dürfen wir mal wieder die ausgedehnten Kiefern und Birkenwälder des Balitikums bestaunen. Ab und zu parken Autos am Straßenrand und einige Leute sammeln Pilze und Blaubeeren im Wald. Anschließend wird die Strecke abwechslungsreicher und etwas hügeliger. Es geht vorbei an schönen alten Eichen und das Dorf Edole weist einige wunderschöne alte Bauernhäuser auf. Das helle Grün der Landschaft leuchtet intensiv. Störche nisten auf Strommasten. Nach etwa 60km erreichen wir die Ausläufer von Kuldiga. Wir bahnen uns unseren Weg durch die historische Kleinstadt. Schnell finden wir die Einfahrt zur unserer gebuchten Privatunterkunft. Im Hinterhof eines Gebäudes befindet sich ein einfacher zweistöckiger Holzbungalow. Der Vater des Vermieters empfängt uns freundlich und zeigt uns die eigentümliche Unterkunft. Für 60€ sollen wir ein winziges Zimmer im Obergeschoss ohne Fenster bewohnen. Beim Betreten des Zimmers trifft uns der Hitzschlag. Der Saunaabzug verläuft durch unser Zimmer und ist nur durch eine einfache Alufolie isoliert. Ich telefoniere mit dem hilfsbereiten und freundlichen Sohn und gebe ihm zu verstehen, dass wir gern ein anderes Zimmer bekommen würden. Der Sohn erklärt uns, dass er normalerweise nur 25€ für die Unterkunft nehmen würde, aber da dieses Wochenende Stadtfest sei, müsse er heute deutlich mehr verlangen. Nach einer kurzen Verhandlung bekommen wir dann doch ein anderes Zimmer im Untergeschoss. Nach einer Dusche laufen wir durch die malerische Altstadt von Kuldiga. Wunderschöne alte, teils restaurierte Holzhäuser säumen die Gassen. Man fühlt sich zurückversetzt in die 1930er Jahre. Der Alexfluss bahnt sich malerisch seinen Weg durch die Altstadt und fließt in den Ventafluss. Dieser bildet mit 270m Breite den breitesten Wasserfall Europas. Vom 34 Meter hohen Turm der Katharinen Kirche bietet sich ein wunderbarer Blick über die Altstadt und die Flusslandschaft der Venta. Auf dem Rathausplatz reihen sich kleine Buden von Händlern aus ganz Lettland, die ihre Produkte hier anbieten. Auf einer Bühne präsentiert man lettisches Lokalkolorit. Wir lassen uns in dem großzügigen italienischen Restaurant 'Goldingen Room' nieder und genießen Pasta und Pizza, draußen regnet es wie aus Eimern.

65 km  
16.07.

Kuldiga – Talsi

Morgens schenken wir einer Familie, die das obere Stockwerk des Bungalows bewohnt unseren Sekt aus Palanga. Als Dank schenkt uns die junge Mutter aus Riga selbstgemachten Schmuck, den sie auf dem Stadtfest anbietet. Entspannt schieben wir unsere bepackten Räder durch die frühmorgendliche Altstadt. Händler sind dabei ihre Stände aufzubauen. Es gibt allerlei leckere baltische Spezialitäten und selbstgemachte Souvenirs. Kurz vor der alten Steinbrücke vor dem Wasserfall setzen wir uns auf die Terrasse eines kleinen Cafes. In der morgendlichen Sonne genießen wir vorzüglichen Cappuccino und frische Blaubeerpfannkuchen. Anschliessend radeln wir über die alte Steinbrücke und überqueren den Ventafluss. Die Besiedlung nimmt kontinuierlich ab und wir verlassen die Stadt. Es ist windstill und wir genießen die Fahrt durch die grüne Hügellandschaft. Es geht durch kleinere Ortschaften, in denen die Zeit stehen geblieben zu sein scheint. Etwa zehn Kilometer vor Talsi beginnt eine ausgedehnte Straßenbaustelle. Nach einer halben Stunde erreichen wir erleichtert die Ausläufer von Talsi, die Stadt auf neun Hügeln. In der Innenstadt konkurrieren alte Holzhäuser mit sozialistischen Plattenbauten. Der Wirt des alten Gasthaus Martinelli empfängt uns freundlich. Er führt uns durch das geschmackvoll renovierte alte Fachwerkhaus und zeigt uns unser Zimmer. Erfreulicherweise gibt es sogar einen Whirlpool. Nach einer längeren Pause laufen wir durch die trostlose und menschenleere Altstadt. Schöne und teilweise stark verwitterte Holzhäuser säumen die engen Gassen der Altstadt. Wir besuchen eine kleine Kirche auf einem der Hügel und schauen hinab auf die weitläufige Teichlandschaft. Abends genießen wir das vorzügliche Essen unseres Gastgebers. Nach den Nudeln mit Garnelen muss ich auch noch die vorzüglichen Bratkartoffeln mit Pfifferlingssauce probieren. Die Auszeichnungen an den Wänden der Gaststube zeigen, dass die Kochkünste landesweit berühmt sind. Er erzählt uns von seinen beiden Töchtern, von denen eine in Riga arbeitet und die andere auf Sizilien lebt. Beide führen eigene Restaurants.

60 km  
17.07.

Talsi – Tukums

Morgens serviert uns unser Hotelchef ein wunderbares Frühstück. Alles ist frisch und von bester Qualität. Wohl gestärkt schwingen wir uns auf die Räder und verabschieden uns und radeln entlang des Talsi Sees. Die Wolken hängen tief und es droht jeden Moment anzufangen zu regnen. Auf einem kleinen Schotterweg fahren wir an der großzügigen Sommerkonzertbühne vorbei und bahnen uns den Weg auf die P128 Richtung Jurmala. Leider ist Petrus heute nicht gut in Stimmung und es fängt an zu regnen. Flott streifen wir unsere Regencapes über aber leider ist der Wind so stark, dass diese nur mäßig wirksam sind. Die weite flache Wiesenlandschaft bietet uns keinerlei Windschutz und wir kämpfen uns gegen den Wind. Nach etwa 20 km erreichen wir erleichtert den schützenden Wald und der Regen lässt etwas nach. Nach weiteren 15 km erreichen wir an einem Fischweiher das Restaurant COPE. Auf der Terrasse des Restaurants tummeln sich einige Autofahrer, die hier eine Stärkung suchen. Wir gönnen uns eine heiße Brühe mit Pfannkucheneinlage. Anschließend geht es weiter durch die endlose Waldlandschaft des Baltikums. Nach 55 km erreichen wir Tukums und finden schnell das Hotel Tukums. Beim betreten des etwas sozialistisch anmutenden Hauses steigt uns sofort der Geruch von Frittiertem in die Nase. Der junge Portier erzählt uns begeistert, dass sie hier Gäste aus der ganzen Welt hätten. Wir beziehen ein geräumiges Zimmer zur Straße hin. Nach einer warmen Dusche laufen wir durch die überschaubare aber schöne Altstadt. Vor dem Rathaus steht neben eines überdimensionalen Rosenkranzes, eine große Videoleinwand auf der ein Konzert eines Djs gezeigt wird. Gebannt schauen die Besucher auf die Leinwand. Gegenüber von unserem Hotel finden wir ein Restaurant, wo wir ein deftiges lettisches Abendessen bekommen.

60 km  
18.07.

Tukums- Jurmala- Riga

Mäßiges Frühstück im Partykellers des Hotels. Wir beladen unsere Räder bei strahlendem Sonnenschein und radeln los. Die Gassen und Straßen der Stadt sind aufgrund der gestrigen Festivität noch komplett leergefegt. Wir verlassen die Stadt und es geht vorbei an dem alten Herrenhaus 'Slokenbeks'. Die Strecke führt uns durch einen sonnendurchfluteten Küsten Kiefernwald. 15 Km vor Jurmala fahren wir links zum Strand runter. Aufgrund der vorgelagerten Landzunge zeigt sich das Wasser der Ostsee hier ruhig wie das einer Badewanne. Kinder planschen in dem seichten Wasser und bauen Sandburgen am Strand. Spaziergänger und Jogger ziehen vorbei. Wir breiten unsere Decke aus und genießen die warmen Sonnenstrahlen. Nach einer längeren Siesta satteln wir wieder auf und radeln weiter am Strand entlang. An der Zugstation von Jurmala verladen wir unsere Räder und genießen während der gemütlichen Fahrt den Ausblick auf die Ausläufer von Riga. Vom Hauptbahnhof bahnen wir uns den Weg zum Dom und beziehen unser Zimmer im historisch anmutenden Hotel Gutenberg.

50 km  
19.07. Stadtbesichtigung und Heimreise    
  Gesamtstrecke: ca.400 km